Podologie und die Krankenkassen

Die Leistungen, die Podologinnen erbringen, sind eidgenössisch anerkannt. Mit der Kostenübernahme durch die Krankenkasse hapert es aber. Leider!

Von Estelle Wanner

Wer sich – wie wir bei Happy Feet – Podologin nennt, muss einen entsprechenden Abschluss der dreijährigen Berufslehre vorweisen, um den Beruf ausüben zu dürfen. Zudem wird eine kantonale Berufsausübungsbewilligung gefordert.

 

Mit diesen Vorgaben wird sichergestellt, dass nur bestens ausgebildete Fachpersonen als medizinische Fusspflegerinnen arbeiten dürfen. Oft zeigt das Logo des Schweizerischen Podologenverbands (SPV) – der blaue Fuss vor dem Stab mit der stilisierten Äskulapnatter – dass es sich bei einer Podologiepraxis um ein zertifiziertes Unternehmen handelt.

Die Leistungen, die Podologinnen erbringen, sind also eidgenössisch anerkannt.

Wie steht es jedoch mit der Kostenübernahme der medizinischen Fusspflege durch die Krankenkassen?

Sämtliche Personen, die auf ärztliche Anordnung hin Leistungen selbstständig und auf eigene Rechnung zu Lasten der Grundversicherung erbringen (dürfen), sind in der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) aufgeführt. Es sind dies derzeit Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Pflegefachpersonen, Logopäden und Ernährungsberater.

 

Podologinnen sind also keine Leistungserbringer im Sinne des Schweizerischen Krankenversicherungsrechts. Ein Umstand, den wir nicht begrüssen und der schon zu vielen politischen Vorstössen geführt hat.

 

Hier der Link auf einen aktuellen Kommissionsbericht des Ständerats vom 1. Juli 2013.

Kommissionsbericht_SGK-S_12.3111_2013-07
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Was bedeutet das für unsere Kundinnen und Kunden?

Medizinische Fusspflege als solche ist keine kassenpflichtige Leistung. In der Schweiz wird medizinische Fusspflege in der Grundversicherung nur dann vergütet, wenn es sich um Fusspflege bei Diabetikern handelt und die Behandlung durch eine zugelassene, selbstständig tätige Pflegefachperson im Rahmen eines Spitex-Einsatzes (zu Hause) oder im Pflegeheim erbracht wird.

 

Je nach Leistungsdefinition übernehmen einige Zusatzversicherungen Kostenanteile von medizinischer Fusspflege. Wir von Happy Feet empfehlen Ihnen deshalb, bei Ihrer Krankenkasse nachzufragen. Der Beitrag der Zusatzversicherung an die medizinische Fusspflege ist von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich und in der Regel auch an gewisse Voraussetzungen gebunden, wie beispielsweise das Vorliegen der ärztlichen Verordnung, der Angabe der genauen Diagnose sowie der Anerkennung der medizinischen Fusspflegerin als Verbandsmitglied SPV. Diese Anerkennung können wir bei Happy Feet vorweisen.